Samstag, Juli 7, 2007

Ergebnisse des 3. Tages

  •  23:00 – 23:30: Allgemeinzustand 8/10 (Physis 8/10, Mental 8/10)

Wenn das so weitergeht, lasse ich diese Schlafpause in Zukunft weg, es ist fast schon Zeitverschwendung, wenn ich mich jedesmal hinlege und dann nach 30 Minuten ohne wirklich geschlafen zu haben, wieder aufstehe. Alternativ binde ich sie dafür in die harte Vormittagszeit ein – vor Ablauf von 2 Wochen werde ich dahingehend aber nichts ändern.

  •  19:00 – 19:30: Allgemeinzustand 9/10 (Physis 9/10, Mental 9/10)

Aufgrund lauter Nachbarn kam ich wohl nur auf ~25 Minuten Schlaf aber der war dafür ganz schön tief, jedenfalls musste der zweite Wecker ran. Mein Befinden ist wie man sich das vorstellt, kurz nach dem Aufstehen auf (fast) 100%, so dass ich gleich noch einkaufen gegangen bin. Durch viel Aktivität im voraus hoffe ich diesmal um 23:00 einen leichteren Einstieg zu finden, so dass die nächtlichen Pausen nicht mehr so viel auffangen müssen.

  •  15:00 – 15:30: Allgemeinzustand 9/10 (Physis 9/10, Mental 9/10)

Ich habe nur sehr leicht geschlafen, was angesichts des vorangegangenen Oversleeps auch nicht verwundert. Dennoch konnte ich die oversleep bedingte Müdigkeit gut abschütteln.

  •  11:00 – 11:30: Allgemeinzustand ?/10 (Physis ?/10, Mental ?/10)

Die Idee mit den Ohropax kann ich ganz schnell wieder vergessen! Über 90 min. habe ich so überzogen, von Weckerläuten keine Spur. Vielleicht war es auch grad die falsche Zeit sie auszuprobieren (s. gestern). Einerseits bin ich froh trotzdem noch recht frühzeitig erwacht zu sein, andererseits ärgert es mich natürlich, schon wieder über der Zeit zu sein. Ich will ja schließlich nicht auf eine Core Schlafpause von 2-3 Stunden trainieren… Ich verspreche morgen nicht zu verschlafen um 11:30… ich werde morgen um 11:30 nicht verschlafen.

  • 07:00 – 07:30: Allgemeinzustand 6/10 (Physis 6/10, Mental 6/10)

Hundemüde war ich zwischen 05:30 und 07:00 Uhr, mit viel Mühe konnte ich mich zumindest wachhalten. Die Schlafpause war wieder sehr traumreich, ich war etwa 1 Minute vor dem Weckerklingeln “wach”, d.h. in einem bewussten state-of-mind, dass es Zeit wird, gleichzeitig aber noch im Traum. Seltsames Gefühl. Die frühen Morgenstunden zählen aber eindeutig zu meinen schwächsten Zeiten bisher, ich bin müde, steht ungern auf und bin trotz Schlafpause erschöpft, so wie jetzt. Ich gewinne während des Schreibens & dabei Aufwachens den Eindruck, mental etwas fitter zu sein als körperlich aber so sicher bin ich mir da nicht, deswegen bekommen beide die gleiche (mittelmäßige) Wertung.

  • 3:00 – 3:30: Allgemeinzustand 8/10 (Physis 7/10, Mental 8/10)

Im Vergleich zu gestern um diese Zeit fühle ich mich wie neugeboren. Beim Klingeln des Weckers zweifelte ich naturgemäß, “ob es denn wirklich schon wieder so weit sei” aufzustehen, jedoch überzeugte mich meine kurz darauf einsetzende Wachheit von Körper & Geist davon, dass schon alles seine Richtigkeit hat. Um diese Uhrzeit wach zu werden ist wohl auch aufgrund der großen Stille draußen wie drinnen “unnatürlich” schwer, dunkel ist es natürlich auch, jedoch macht mir dies um 23:00 wesentlich weniger aus. Ich denke es handelt sich um monophasische Überbleibsel aber solange ich die Sache kontrollieren kann ist das in Ordnung.

Der 3. Tag – Weighing the odds

Samstag, Juli 7, 2007

Ein wechselhafter, harter zweiter Tag liegt hinter mir und der heutige dritte hat vergleichsweise gut begonnen. Ich hoffe, dass mein mentaler Zustand eine höhere Konstanz erfährt und ich zudem noch besser einschlafen kann. Mit dem Aufwachen hatte ich bis jetzt zum Glück noch keinerlei Probleme.

Manchmal überkommen mich kurze, schwache Momente mit dem Gedanken an einen entspannenden 8h monophasischen Schlaf, wobei dies wohl ein reines Gewohnheitsartefakt ist. Die Erholung ist bisher eher besser als früher, zumindest war ich um halb vier Uhr morgends bisher noch nie so fit – körperlich wie geistig. Spätestens wenn ich den polyphasischen Rhythmus als natürlich adaptiert habe sollte mit jedem Gedanken an eine Monophase wohl Schluss sein.

Mir ist gestern jedoch auch klar geworden, dass es dahin noch ein harter Weg sein kann, auch wenn die Chancen bis jetzt wohl ganz gut stehen, dass ich erfolgreich sein werde – noch habe ich ein Leben(!) mit polyphasischem Schlafrythmus nicht in allen Facetten kennengelernt. Ich sehe noch einige Bewährungsproben auf mich zukommen, 25% Zugewinn an erlebbarer Lebenszeit sind aber Motivation genug diese zu meistern…