Der 13. Tag – Ich bin nicht abergläubisch…
Mittwoch, Juli 18, 2007
…aber heute nacht hat es mich beim Fernsehen eiskalt erwischt – und das bei der Hitze. So richtig erholen konnte ich mich wohl in diesen heißen naps nicht, anders kann ich es nicht erklären, dass ich so lange niedergelegen habe. Ich bin allerdings fast kaputter aufgewacht als ich ins Bett gegangen bin und insgesamt hat die monophase weit weniger Spaß gemacht bzw. fühlte sich weit weniger erholsam an, als die polyphasischen Pausen davor.
Ich möchte auf jeden Fall weg vom Nachtschlaf. Und ich denke ich habe dies zum größten Teil geschafft, nur wenn die naps am Tag nicht klappen, kann das natürlich nicht funktionieren. Gestern nachmittag/abend war ich wohl im typischen „Übermüdungsreservemodus“, d.h. ich war nicht fit sondern aufgekratzt von den schlechten naps der vergangenen 2 Tage. Und gegen 01:00 nachts ist dass dann urplötzlich rausgekommen und hat sich in diesem krassen oversleep entladen. Es zeigt noch einmal deutlich, wie wichtig “stick to the schedule“ ist. Polyphasischer Schlaf bringt eine Menge(!) Vorteile aber er hat die Einschränkung absolut korrekt auf seine Schlafpausen zurückzugreifen…
Ursprünglich hatte ich geplant, die tägliche Berichterstattung morgen, dem 14. Tag einzustellen und mich auf eine wöchentliche Meldung einzupendeln. Diesen Plan werde ich beibehalten. 1) weil ich an normalen Tagen nicht zu berichten habe und 2) weil ich – auch wenn der Blog gegenteiliges vermuten lassen könnte – inzwischen konditioniert bin und keine täglichen großen Erkenntnisse mehr erwarte.
Als ich mir den Blog heute revu passieren hab lassen, fiel mir auf, dass er zwar immer wieder von Fehlschlägen gezeichnet ist, im Großen und Ganzen jedoch deutlich wird, dass ich Ubermann soweit angenommen habe, dass ich unter gewöhnlichen Umständen damit leben kann. Für mich heißt es jetzt lernen, auch in ungewöhnlichen Situationen (wie diese Hitze z.B.) meinen polyphasischen Rhythmus einzuhalten und erstmal 1-2 Monate wirklich mit einem festen Plan ins Land gehen zu lassen. Ich habe eine Menge experimentiert und verbessert in diesen 2 Wochen und auch wenn ich von der Regelmäßigkeit der Anwendung öfter Rückschritte gemacht habe – insgesamt gesehen habe ich viel dazu gelernt und den für mich optimalen Rythmus gefunden. Und das war erklärtes Ziel der ersten 14 Tage.
Zum Schluss möchte ich alle eventuellen Leser darauf hinweisen, das dies keine weitere Blogleiche werden wird, wie ich sie im Zuge der polyphasischen Weiterbildung, zu Dutzenden im Netz gefunden habe. Die meisten Blogs enden nach ein paar Tagen, in der Phase der ersten Oversleeps. Manche halten sich eine, vielleicht zwei Wochen bevor sie aufgeben. Ich finde es dann immer schade nur noch verwaiste Blogs vorzufinden. Deshalb werde ich meine regelmäßigen wöchentlichen Updates fahren und mich auch weiter intensiv mit Ubermann und den Erkenntnissen dazu beschäftigen. Ich bin sicher ich werde in nächster Zeit noch auf einiges interessantes Material stoßen und vielleicht sogar eigene Theorien dazu entwickeln können. Außerdem möchte ich der erste sein, der es 365 Tage belegbar geschafft hat, mit dem klassischen Ubermann zu leben. Allein deshalb werde ich also auf jeden Fall updaten
Danke an dieser Stelle an den Erfinder (bzw. die Erfinderin
) von Uberman!
Der 12. Tag – Bleibt alles anders
Dienstag, Juli 17, 2007
Jaja, schon wieder die Zeiten geändert, haltet mich für bekloppt. Tatsache ist: es bringt etwas. 0-4-8 ist bisher das harmonischste, setzt man Vigilanz und Tag-/Nachtkompatibilität gleich. Mein Körper adaptiert die neuen Pause ganz gut.
So richtig was zu erzählen habe ich sonst eigentlich nicht so richtig was primär daran liegt, dass diese Hitze meine gauen Zellen hart ausgeknockt hat. Aber auch solche Tage muss es geben. Sonst weiß man die ausführlichen Updates irgendwann gar nicht mehr zu schätzen ^^
Der 11. Tag – Hitzetod
Sonntag, Juli 15, 2007
Vorweg:
Als ich diesen Blog angefangen habe, war der Text zum 1. Tag vor dem Graphen platziert. Das lag daran, dass ich die Einführung (den Text zum 1. Tag), quasi am 0. Tag geschrieben habe. Somit waren alle nachfolgenden Text _bisher_ immer a) eine Rückschau auf den vergangenen Tag und b) vom Titel her eine hypotetische Vorschau auf den kommenden.
Verwirrend, ich weiß. Da ich jedoch von der Vorschau her eigentlich immer das gleiche zu erzählen habe (^^) und die Rückschau wesentlich besser in einen Kontext setzen kann, wenn ich mich auf einen Graph davor beziehe, ändere ich dieses System ab sofort.
Dieser Text bezieht sich also auf die Ergebnisse des 11. Tages (Sonntag, 15.07.), zu dem ich bereits einen Graph eingestellt habe. Der Titel bezieht sich ebenfalls ab sofort ebenfalls auf den vergangenen Tag.
Die Nacht heute war – gelinde formuliert – mörderisch, nicht nur weil ich erstaunlich müde war (meine naps klappten aber auch sehr schlecht), es wurde auch sehr früh sehr heiß und es hatte sich vom Tag davor noch einige Hitze in meiner Dachgeschoßwohnung gehalten. Vielleicht hat es mit den Schlafpausen deshalb nicht so gut geklappt. Aus diesem Grund schmückt ab sofort auch ein leistungsstarker Ventilator meinen Raum, mit der Geräuschkulisse kann ich gut leben, ich hatte heute tagsüber sogar den Eindruck das monotone Brummen wiegt mich eher in den Schlaf. Fakt ist, heute war einfach so ein Tag zum in die Tonne kloppen und nicht wieder rausholen. Inzwischen bin ich wieder fit genug um zumindest voll Motivation diesen Blog zu schreiben aber diese Hitze will einfach nicht so richtig weichen.
Es erschöpft ungemein, wenn die wenigen Klamotten die man noch trägt am Körper kleben und man nicht richtig einschlafen kann weil es zu heiß ist, gleichzeitig aber diese drückende Schwüle einen schläfrig macht – oder sagen wir: antriebslos. Ich konnte mich nicht wirklich dazu aufraffen heute Nacht, meine to-do Liste abzuarbeiten, das mag mit ein Grund dafür sein, warum ich fast eingeschlafen bin. Ohne Beschäftigung sind 22 Stunden einfach öde. Und da kommt der Schlaf aus Langeweile ganz schnell. Im Moment ist es ein bisschen abgekühlt (32,2°C innen, ~ 28°C draußen) und ich hoffe das Thermometer fällt noch weiter. Der einzige Vorteil dieses warmen Wetters: der niedrigere Metabolismus des Körpers beim polyphasischen Schlaf (d.h. man friert eher) wird so ausgeglichen…der liebe Wettergott meint es in dieser Hinsicht aber ein bisschen zu gut momentan
Ergebnisse des 10. Tages

Ich habe den Graph etwas detailierter gestaltet um u.a. hervorzuheben, wo mein nächtlicher Totpunkt lag und liegt. Außerdem bietet sich so ein wesentlich differenzierteres Bild.
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Der 10. Tag – Neues Spiel, neues Glück
Freitag, Juli 13, 2007
Der ein oder andere mag sich a) über das früher Update auf den nächsten Tag und b) über das komische Update des letzten Tages wundern. Das kommt ganz einfach daher, dass ich heute (Freitag, der 13.) gg. 12:00 Uhr beschlossen habe, meinen Rythmus umzustellen. Deshalb habe ich um 13:20 meine erste reguläre Pause für diesen gestrigen Tag absolviert gehabt – folgerichtig beginnt mein Update erst um diese Uhrzeit.
Mein Problem waren und sind die Nachtstunden, ganz besonders die späten (04:00+) sowie die frühen Morgenstunden zwischen 06:30 und 08:30. Die neue 05:00 Pause ist nun zu einem Zeitpunkt, der oft meinen toten Punkt kennzeichnet. Gleichzeitig erhoffe ich mir genug Energiegewinnung, die nachfolgenden schweren Stunden besser verarbeiten zu können. Ich hätte alternativ auch 2-6-10 fahren können, da war mir allerdings die Gap zwischen 2 und 6 zu gefährlich, da ich wenn, dann während meines toten Punktes ins Bett falle. Optimal wäre wahrscheinlich sowas wie 2-5-8, nur ist das halt nicht das klassische Uberman und bis ich darauf nicht konditioniert bin, werde ich keine Experimente machen. Das einzige, was ich in Erwägung ziehe ist ein Zusatznap, wenn gar nichts mehr geht.
Ergebnisse des 9. Tages
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Nach langer Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, meine Zeiten zu ändern. Die neuen Zeiten passen zwar nicht mehr so gut in meinen Tagesablauf, ich erhoffe mir jedoch eine bessere Bewältigung der Nacht. Ich werde diese neuen Zeit mindestens eine Woche beibehalten um ein Urteil abgeben zu können.
Der 9. Tag – Back on track
Freitag, Juli 13, 2007
Ich bin ohne Probleme wieder in meinen polyphasischen Rythmus gekommen. Je mehr ich nun auch auf die stets gleichen Schlafvoraussetzungen hinsichtlich Position, Einschlaftrigger etc. achte, desto einfacher fallen mir die jeweiligen naps. Die heutige Nacht wird eine neue Bewährungsprobe, sie ist die erste nach dem harten oversleep, die ich wieder als völlig isoliert und rein polyphasisch betrachte.
Beim Stöbern im Netz bin ich u.a. auf einen Artikel von Quarks & Co. gestoßen, dem Wissenschaftsmagazin des WDR. Auch wenn dort die Wichtigkeit des Tiefschlafs betont wird, finden sich einige interessante Informationen rund um das Thema Schlaf. Power-napping wird in Bezug auf einen Mittagsschlaf ebenfalls angeschnitten. Desweiteren, gibt es dort auch einen Vigilanz-Test (Aufmerksamkeitstest), der die momentane „Wachheit“ ermittelt. Ich habe diesen Test vor meinem 23:00 Uhr Nap gestern gemacht (über den dritten Satz musste ich schmunzeln):
Da der Test recht lange geht (26 min.), werde ich ihn nicht regelmäßig durchführen aber ich kann mir vorstellen, ab und an in bestimmten Situationen diese Ergebnisse mit einfließen zu lassen.


